Dr. Marie Horlbeck unter den 30 Nominierten des Deutschen Studienpreises 2026
Dr. Marie Horlbeck vom Lehrstuhl für Integrierte Elektronische Systeme der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg gehörte zu den 30 Nominierten des Deutschen Studienpreises 2026 der Körber-Stiftung. Mit dem Deutschen Studienpreis zeichnet die Körber-Stiftung jährlich herausragende Dissertationen aus, die neben ihrer wissenschaftlichen Exzellenz auch eine besondere gesellschaftliche Relevanz besitzen. Aus insgesamt 859 eingereichten Promotionen wurde ihre Dissertation für die Endrunde in der Fachsektion Natur- und Technikwissenschaften ausgewählt.
Forschung für eine energieeffiziente Luftraumüberwachung
In ihrer Dissertation beschäftigt sich Marie Horlbeck mit Passivradar im UKW-Band. Im Gegensatz zu konventionellen Radarsystemen sendet Passivradar keine eigenen Signale aus, sondern nutzt die bereits vorhandenen Signale, um Flugobjekte wie Flugzeuge oder Drohnen zu detektieren.
Im Mittelpunkt ihrer Forschungsarbeit stand die Entwicklung hochlinearer Empfängerarchitekturen, die das große Leistungsgefälle zwischen dem starken Direktsignal eines Rundfunksenders und den um viele Größenordnungen schwächeren Zielreflexionen zuverlässig verarbeiten können. Die entwickelten Empfänger wurden sowohl im Labor umfassend charakterisiert als auch erfolgreich in einem mobilen Passivradarsystem unter realen Einsatzbedingungen erprobt.
Die Ergebnisse leisten einen Beitrag zur energieeffizienten und robusten Luftraumüberwachung. Passivradarsysteme können bestehende Radarsysteme sinnvoll ergänzen und beispielsweise bei der Erkennung nicht-kooperativer Drohnen oder beim Schutz kritischer Infrastruktur eingesetzt werden.
Präsentation der Forschung in Berlin
Im Rahmen der Abschlusstagung des Deutschen Studienpreises präsentierte Marie Horlbeck ihre Forschung am 30. Juni 2026 im Hauptstadtbüro der Körber-Stiftung in Berlin vor der Jury sowie den weiteren Nominierten ihrer Fächergruppe. Im Anschluss wurden in jeder der drei Fächergruppen - Natur- und Technikwissenschaften, Geistes- und Kulturwissenschaften sowie Sozialwissenschaften - ein erster und zwei zweite Preise vergeben, die insgesamt mit 135.000 Euro dotiert waren.
Bereits die Auswahl unter die 30 Nominierten aus insgesamt 859 eingereichten Dissertationen stellt eine besondere Anerkennung der wissenschaftlichen Qualität und gesellschaftlichen Relevanz ihrer Forschung dar.
Text: Lehrstuhl für Integrierte Elektronische Systeme